Sichert dir dein Leben im Alter – bevor der Staat entscheidet, wie viel du kriegst.
Du arbeitest 40 Jahre lang, zahlst brav in die Rentenversicherung ein – und bekommst im Alter vielleicht 48% deines letzten Nettoeinkommens. Klingt schon nicht toll. Aber in der Realität sieht es noch schlechter aus: Das Rentenniveau ist seit Jahren am Sinken, und viele Deutsche erhalten weit weniger als das offizielle Niveau vermuten lässt.
Dazu kommen Steuern auf die Rente (bis 2040 vollständig steuerpflichtig), Abzüge für Kranken- und Pflegeversicherung, und die Kaufkraftverluste durch Inflation. Am Ende bleibt oft erschreckend wenig übrig.
So viel weniger Geld steht durchschnittlichen deutschen Rentnerinnen und Rentnern im Alter zur Verfügung verglichen mit ihrem Erwerbseinkommen. Ohne private Vorsorge wird der Lebensstandard drastisch sinken.
Stell dir vor, du verdienst heute 3.000 Euro netto. Du bist daran gewohnt, damit dein Leben zu gestalten: Miete, Lebensmittel, Urlaub, Hobbys, eventuell noch Kredite abbezahlen. Im Alter bekommst du vielleicht 1.400 Euro gesetzliche Rente. Nach Abzügen für Kranken- und Pflegeversicherung bleiben dir vielleicht 1.200 Euro. Das ist eine Rentenlücke von 1.800 Euro – jeden Monat, für den Rest deines Lebens.
Diese Lücke musst du schließen. Und je frühzeitiger du damit anfängst, desto einfacher – und günstiger – ist es.
Gesetzliche Rentenversicherung – die Basis, die immer weniger wird
Betriebliche Altersvorsorge – oft mit Arbeitgeberzuschuss, oft unterschätzt
Private Vorsorge – hier entscheidest du selbst und baust echtes Vermögen
Der Zinseszins ist dein mächtigster Verbündeter beim Vermögensaufbau. Einstein soll ihn als "achtes Weltwunder" bezeichnet haben. Warum? Weil dein Geld nicht nur Zinsen bringt – es bringt auch Zinsen auf die Zinsen, und Zinsen auf die Zinsen der Zinsen. Mit der Zeit wird dieser Effekt immer mächtiger.
Wer mit 25 statt mit 40 startet, hat am Ende uber 3-mal so viel Kapital – obwohl er nur 36.000 Euro mehr eingezahlt hat. Die restlichen 256.000 Euro kommen vom Zinseszins. Jedes Jahr Warten kostet dich im Schnitt zwischen 15.000 und 30.000 Euro Endvermogen.
Staatlich geforderte private Altersvorsorge mit Zulagen und Steuervorteilen. Besonders attraktiv für Familien mit Kindern und Geringverdienern.
Die Riester-Alternative für Selbstständige und Gutverdiener. Massiver Steuervorteil durch sehr hohe absetzbare Beiträge.
Vorsorge direkt über den Arbeitgeber mit gesetzlichem Zuschuss. Seit 2019 muss der Arbeitgeber mindestens 15% Zuschuss zahlen.
Klassische oder fondsgebundene Rentenversicherung. Bietet Garantien und lebenslange Rente – je nach Produkt sehr unterschiedlich.
Monatlich in breit gestreute Indexfonds investieren. Historisch die renditestarkste Strategie mit niedrigen Kosten.
Die beste Altersvorsorge ist keine einzelne Lösung, sondern eine intelligente Kombination. Für Angestellte empfehle ich oft: die betriebliche Altersvorsorge maximal ausnutzen (vor allem wegen des Arbeitgeberzuschusses), zusätzlich einen ETF-Sparplan für Flexibilität und maximale Rendite, und je nach steuerlicher Situation einen Riester- oder Rürup-Vertrag. Für Selbstständige sieht die Strategie komplett anders aus.
Das Schone: Es gibt keine Einheitslosung, aber es gibt fur jeden die passende. Genau das finden wir gemeinsam heraus.
"Wer mit der Altersvorsorge wartet, bis er es sich leisten kann, wartet zu lang. Die beste Zeit zu starten war gestern. Die zweitbeste ist heute." – Ein Grundsatz, der sich in Zahlen auszahlt.
Du bekommst von der Deutschen Rentenversicherung jedes Jahr eine Renteninformation zugeschickt. Diese zeigt dir deine voraussichtliche Rente. Wichtig: Diese Zahlen sind oft zu optimistisch, weil sie von einem gleichbleibenden Rentenniveau ausgehen. Realistisch solltest du eher 40-50% deines aktuellen Nettoeinkommens als gesetzliche Rente einplanen – und auch das nach Steuern und Abzügen noch einmal reduzieren.
Nein, es ist nie zu spät. Mit 45 hast du noch 22 Jahre bis zur Rente. Selbst wenn du "nur" 300 Euro monatlich anlegst, kannst du bei 7% durchschnittlicher Rendite noch ca. 185.000 Euro aufbauen. Das ist kein Vermögen für eine frühe Rente, aber eine erhebliche Ergänzung zur gesetzlichen Rente. Dazu kommen steuerliche Vorteile, die du nutzen kannst. Je früher du jetzt anfängst, desto besser – aber warten macht es nur schlimmer.
Das hängt stark von deiner Situation ab. Riester lohnt sich besonders, wenn du Kinder hast (bis zu 300 Euro Zulage/Kind) oder wenig verdienst (wegen der Grundzulage von 175 Euro). Für kinderlose Gutverdiener ist ein ETF-Sparplan oft die bessere Wahl: mehr Rendite, mehr Flexibilität, keine komplizierte Verwaltung. In vielen Fällen ist eine Kombination sinnvoll. Das besprechen wir in deiner individuellen Beratung.
Als Faustregel gelten 10-15% des Bruttoeinkommens. Das klingt viel, aber: Riester-Zulagen, Steuerersparnisse und Arbeitgeberbeiträge zur bAV zählen da schon mit rein. Wenn du 3.000 Euro brutto verdienst, solltest du monatlich zwischen 300 und 450 Euro in die Altersvorsorge stecken – in verschiedenen Töpfen verteilt. Wie viel du wirklich brauchst, berechnen wir gemeinsam auf Basis deiner persönlichen Rentenlücke.
Das ist produktabhangig. Bei ETF-Sparplänen und privaten Rentenversicherungen geht das angesparte Kapital an deine Erben. Bei der gesetzlichen Rente gibt es eine Witwen- bzw. Witwerrente, aber das gesparte Kapital "verfällt". Bei Riester hangt es davon ab, in welcher Phase du bist. Ich empfehle, bei der Planung auch den Todes- und Invaliditätsfall zu bedenken – das ist ein wichtiger Baustein der Gesamtplanung.
Als Selbstständiger bist du auf dich allein gestellt – und das macht Altersvorsorge umso wichtiger. Deine Optionen: Rürup-Rente (massiver Steuervorteil, bis zu 29.344 Euro/Jahr absetzbar), ETF-Sparplan (flexibel, renditestark), Immobilien, und je nach Branche berufsständische Versorgungswerke. Eine freiwillige gesetzliche Rentenversicherung kann ebenfalls sinnvoll sein. Das optimale Konzept hängt von deinen Einkommen, Steuern und Zielen ab.
Wir berechnen gemeinsam, was du brauchst – und finden den besten Weg dorthin.